Das Museum in Karlstadt (Ab 31.10.2017 für zwei Jahre wegen Umbauarbeiten geschlossen)

Das Museumsgebäude bildete bis zu seiner Teilung 1627 mit dem Nachbarhaus ein einziges großes Anwesen. Verschiedene Wappen im Inneren und Außen lassen erkennen, dass der Gebäudekomplex bereits im frühen 15. Jahrhundert zeitweise in adeligem Besitz war. Neben dem Trimberger bischöflichen Amtskeller lebten und arbeiteten in diesem Haus Bäcker, Gerber und Büttner. Hier wurde auch das erste urkundlich erwähnte Karlstadter Bier gebraut.

1861 erwarb die Stadt das Anwesen, um es dem königlichen Landrichter Kuettenbaum, einem Vorläufer des heutigen Landrats, als Wohnung zur Verfügung zu stellen. Nach seiner Sanierung wurde es 1985 dem Historischen Verein Karlstadt zur Einrichtung und Betreuung eines Stadtgeschichte- Museums übergeben.

Die ausgestellten Objekte, die nunmehr in diesem Haus zu sehen sind, stammen aus Karlstadt, den Stadtteilen oder aus der näheren Umgebung. Sie wurden von Leihgebern überlassen, von den Mitgliedern des Vereins gesammelt, und sollen nun wissenschaftlich aufbereitet für die nachfolgenden Generationen als geschichtliches Kulturgut bewahrt werden.

Neben einer kleinen Sammlung geologischer Exponate wird anhand von zahlreichen Funden vor allem die vor- und frühgeschichtliche Besiedlung der Region dokumentiert. Diese reicht vom Neandertaler über die Kelten bis zur Gründung und dem Ausbau des Zentralortes Karlburg durch fränkische Siedler und mündet in die planmäßige Gründung Karlstadts um 1200 auf dem rechten Mainufer unterhalb der Karlsburg. In einzelnen Räumen erhalten Sie weitere Einblicke in das kulturelle, religiöse und gesellschaftliche Leben der Menschen dieser Stadt vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert.

In enger Zusammenarbeit mit den Historischen Verein entwickeln die Betreuer im Museum vielfältige Anstrengungen und Aktivitäten, um immer wieder Besucher, seien es Schulklassen, Jugendliche, Vereinsgruppen oder auch Touristen ins Stadtgeschichte-Museum zu locken.

Museumspädagogik z.B.

  • Waschen wie zu Omas Zeiten
  • Getreide mahlen und Brot backen
  • Archäologie zum Anfassen
  • Eine planvolle Stadtgründung
  • Schreiben wie früher
  • Stadtrallye in der Altstadt
  • Sonderausstellungen
  • Ferienprogramm
  • Sommer-Musik im Innenhof
  • Weinverkostungen
  • Weihnachten im Museum
  • Museumsnacht
  • Archäologische Arbeitsgruppe
  • Stadtführungen / Themenführungen
  • Ehrenamtliche Mitarbeit
  • Mitgliedschaft im Historischen Verein
  • Mitarbeit im Museumsverbund MSP

Das Stadtgeschichte-Museum ist ab dem 31.10.2017 voraussichtlich für zwei Jahre geschlossen. Grund ist der Umbau des benachbarten Anwesens Hauptstraße 9. Während der Schließungsphase wird auch ein an neues Konzept für das Stadtgeschichte-Museum gearbeitet.

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Brochure: Stadtgeschichtemuseum als Download

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